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Change Management: Kultur-Psychologie hilft aus der „Kultur-Falle“

Die Morphologie, Grundlage unseres Arbeitens, versteht sich als Kultur-Psychologie.

Die Kultur-Falle: Gottgleichheit bei Umsetzungsschwäche

Vieles von dem, was im Zuge von Veränderungs-Prozessen, und, in Folge von getroffenen Entscheidungen, umgesetzt werden muss, lässt sich nur sehr schwer tatsächlich führungsseitig durchsetzen. Das scheint heute Mode, ja, Kultur zu werden!

„Wir haben alles! Wir kriegen aber nichts umgesetzt!“ klingt es allenthalben aus den Firmen. Alles, wie omnipotent haben und zugleich, wie impotent, nichts Rechtes erschaffen können, nichts mehr hinkriegen. Man möchte übersetzen: Gottgleichheit bei Umsetzungsschwäche!

Im Fluss des irdischen Verhaltens und Erlebens kann man nicht Nicht-Entscheiden

Dennoch, das Entscheidungentreffen und das Umsetzen der sich aus den Entscheidungen ergebenden Folgen, bleibt unausweichlich! Man nicht Nicht-Entscheiden. Das Leben und das Business, folgen wir Theo Gromberg*, geht doch „immer irgendwie weiter“.

Alle sind aktiv, niemand handelt – Rembrandt, Ägypten?

So sehr wir uns auch Zeit für Wichtiges wünschen, d. h. für Freundschaft, Intimität, Erfüllung im Beruf wie in der Liebe oder auch das vorausschauende Führen, wir drohen im Strudel der täglichen Gemeinheiten unterzugehen, finden keinen Anhalt für’ s Wichtige. So wird überall und ständig 100% Gas gegeben, alle sind aktiv, niemand handelt.

„Achtsamkeit“ bei gleichzeitig verlangtem „Brennen für die Sache“? „Ambidextrie“ als Ausweg? Das Unmögliche doch möglich machen? Toyota? Rembrandt, Ägypten?

Symptome besinnungslosen Taumels angesichts eines scheinbar drohenden Untergangs

Was bleibt dann übrig? Andauerndes, ausdauerndes wieder neu entscheiden, Prokrastinie,  managerielle Aufregung bei gleichzeitig demonstrierter Lösungsorientierung im Falle so genannter „repeated issues“, „basisdemokratisch missverstandene Gruppenarbeit“, „Hochmotiviertes, Glorioses Scheitern“, lautes „Klagen über Bore Out und Burn Out“, eine „steigende Zahl von Persönlichkeitsstörungen“, „steigende Einschaltquoten bei Dschungel oder Frauentausch, missverstandener „Ruf der Französischen Revolution“ von Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit, (Nein! Wir sind nicht alle gleich! Nur vor dem Gesetz!), „missbrauchte Aufklärung“ (Menschbild homo oeconomicus), „pervertierter Statistik-Einsatz“, das sind weitere Symptome des drohenden Untergangs im Strudel der operativen Gemeinheiten. Anders gesagt: übrig bleibt ein besinnungsloser Taumel angesichts eines scheinbar drohenden Untergangs; Untergangs von was aber (s.u.)?

Extrem motivierende Aktivitätsbejahung statt ruhige, unauffällige Handlungsentschiedenheit

Der Grund für die Annahme eines scheinbar drohenden Untergangs mit Taumelfolge ist, hier in abgekürzter Form, dass Entscheidungentreffen doch als „Massenmord an Möglichkeiten“ (Grewe, R.) aufgefasst und gefürchtet ist. Es gilt scheinbar, den Untergang möglicher Möglichkeiten zu verhindern (s.o.)!

Das Entscheidungentreffen und ein entschiedenes Handeln entheben der „Abstraktions-Idylle“ (Soziologe) die noch oft hochflorig ausgelegten, Haute Couture-Kunst-behangenen und soundregulierten Management-Boxen. Das Abstrakte soll als reale Wirklichkeit, als wirkliche Realität, als virtuelle Realität Vorspiegelung erfahren, nicht aber Umsetzung!

Entschiedenes Entscheiden führt aus der Kulturfalle, …

Entschiedenheit nach getroffener Entscheidung, das bedeutet Absage bei der ausgetragenen „Opfer-Olympiade“ (Fuku), bei der schon der Opferstatus zu moralischer Überlegenheit und Passivität gereicht. Entschiedenheit wirkt nicht hip, eher wie von gestern. Entschiedenheit zeigen, das ist etwas sehr Erwachsenes!

… macht aber nicht beliebt

Wer sich entschieden zeigt, kann kaum je den heute so begehrten Status „als Führungskraft beliebt“ erreichen. „Kennen Sie den Unterschied von Beliebtheit und Wertschätzung? Beliebtheit ist die kleine, nuttige Cousine von Wertschätzung; es ist nicht einmal die Schwester!“* (Zitat aus dem Film „Birdman“; 2014; Regie: Gonzales Inarritu)

Kultur-Psychologische Perspektiven

Als Kultur-Psychologen helfen wir Ihrem Unternehmen, den Menschen und Dingen darin, mit unseren Moderations-, d. h. Modellierungs-Beiträgen, unseren Unternehmens-Kultur-Diagnostiken, unserer morphologisch basierten Projekt-Organisation oder unserem Prozess zur Klärung von Auftrag, Rolle und Verantwortung. Wir unterstützen Sie dabei , in der Brechung der Perspektiven, entschieden Kurs zu halten. Denn: Menschen sind Unternehmen